Auf Anregung und unter der Führung von Dr. Victor von Miller zu Aichholz trat am 11. Juli 1907 folgendes Komitee zur Gründung eines Musealvereins in Gmunden zusammen, dessen Ziel es sein sollte, ein Heimatmuseum aufzubauen und es in der Folgezeit der Stadtgemeinde Gmunden zu übergeben.
Am 23. September 1907 genehmigte die k. k. oö. Statthalterei die (ersten) Statuten des Musealvereines Gmunden.
Auszug aus den Statuten:
"Der Zweck des Vereines ist, die Statuten des in Gmunden zu gründenden „Salzkammergut-Museums" abzufassen, die Mittel zur Gründung und Erhaltung desselben zu sammeln und weiters Ausstellungsgegenstände, die auf Gmunden und das Salzkammergut Bezug haben, zu beschaffen (..)"
Am 10. Oktober 1907 fand die konstituierende Versammlung des Musealvereins in dem Dr. Miller zu Aichholz gehörenden Haus Franz-Josef-Platz 9 statt.
Am 3. Oktober 1908 fand die erste Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz des Obmannstellvertreters Dr. Ferdinand Krackowizer statt. Der Verein hatte damals bereits 248 Mitglieder. 1.850 Sachspenden waren innerhalb eines einzigen Jahres für das Museum eingegangen. Auch eine Subvention des Landes OÖ. verbesserte die finanzielle Situation. In der Generalversammlung des Jahres 1910 wurde Landesgerichtsrat Ludwig Pauli zum Vereinsobmann und zum „ersten“ Kustos gewählt.
Im Oktober 1912 wurde Dr. Ferdinand Krackowizer neuer Obmann des Musealvereins.
Im Juli 1914 legte Kustos OLGR Pauli sein Amt krankheitshalber nieder. Neuer Kustos des Museums wurde Edmund Födinger. Dieser blieb bis 1932 die dominierende Erscheinung und der erste Repräsentant des Museums.
Kurz danach übernahm nach dem Tod von Kustos Edmund Födinger († 25. August 1932) Fachlehrer Alexander Reisenbichler die Agenden des Kustos (= „Musealdirektor“). Dadurch kam es zu einer engen Verknüpfung des Musealvereins mit dem bisher eigenständigen Gmundner Heimatverein, dessen Obmann Reisenbichler damals auch war. 1935 wurde in der „Salzkammergut-Zeitung" bzw. in einem Vereinsakt der BH Gmunden Direktor Reisenbichler als Obmann des Musealvereins genannt, als Obmannstellvertreter und Schriftführer Franz Pernauer und als Kassier Max Gaigg. Kustos blieb Alexander Reisenbichler für fast drei Jahrzehnte (von 1932 bis 1938 und von 1945 bis 1964), Obmann von 1932 bis 1938.
Der Verein wurde in der NS-Zeit vorübergehend aufgelöst und 1940 als „Salzkammergut Heimatverein“ neu geschaffen. Als Funktionäre werden in den Dokumenten als Obmann Karl Puxkandl und als Obmannstellvertreter Architekt Franz König-Hollerwöger genannt.
Als vorerst provisorischer Vereinsobmann fungierte 1946 Dr. Gustav RöschI. 1947 wurde er nach einer Neugründung des Vereins offizieller Obmann.
Eine Ausstellung des Musealvereins zum Thema „100 Jahre Kurstadt Gmunden“ wurde daher 1962 in der Knabenhauptschule-Stadt veranstaltet.
1963 wurde Frau Elfriede Prillinger in den Vereinsvorstand kooptiert und 1964 als Helferin für Kustos Reisenbichler eingestellt. Am 1. Jänner 1965 wurde Frau Elfriede Prillinger von der Gemeinde als erste hauptamtliche Kustodin angestellt.
Die Neuwahl bei der Generalversammlung des Musealvereins 1974 brachte weit reichende personelle Veränderungen: Neuer Obmann wurde Amtsrat i. R. Theo Kihs. Sein erster Vertreter wurde OSR Felix Mittendorfer, zweiter Stellvertreter Prof. Eckhard Höllwerth, Schriftführerin wurde Margarete Hummer, Schriftführer-Stellvertreterin Karoline Lippert und Kassier OSR Andreas Weißmann.
Die Generalversammlung 1976 brachte abermals bedeutsame Veränderungen im Vorstand: Anstelle von Theo Kihs wurde Prof. Eckhard Höllwerth neuer Vereinsobmann. Stellvertreter wurden Margarete Hummer und OSR Felix Mittendorfer.
Der Verein organisierte am 15. April 1977 zusammen mit den „Freunden der Stadt Gmunden“ im Kammerhofsaal einen Diskussionsabend zum Thema Altstadterhaltung.
Ende 1978 erschien eine von Obmann Höllwerth und Kustodin Prillinger verfasste Festschrift zum Thema „70 Jahre Museum Gmunden“.
Am 8. Mai 1979 Lichtbildervortrag „Der Krottensee - ein Naturdenkmal“ von Stadtbaudirektor i. R. Ing. Leopold Piringer
In diesem Jahr fand eine Fahrt zur Landesausstellung „Die Bildhauerfamilie Zürn“ in Braunau im Rahmen des 200-Jahr-Jubiläums der Zugehörigkeit des Innviertels zu Oberösterreich.
Am 14. Oktober1979 führte eine Exkursion des Vereins zum Schiffsleutemuseum und zur Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura.
In einem Vortrag am 6. November 1979 sprach Frau Dr. Monika Oberhummer, Salzburg, zum Thema „Sommervillen im Salzkammergut“.
16. Dezember 1979: Fahrt zur Ausstellung „Die Zeit der frühen Habsburger“ in Wiener Neustadt
18. März 1980: Farblichtbildervortrag von OSR Leo Reiter, Bad Ischl, über „Das Salzkammergut - Landschaft, Geschichte, Kunst“
11. Mai 1980: Fahrt zur Hallstattkultur-Ausstellung in Steyr
21. September 1980: Fahrt nach Hallein zur Keltenausstellung
19. Oktober 1980: Fahrt zur Ausstellung „Österreich zur Zeit Josefs II.“ im Stift Melk
17. November 1980: Generalversammlung mit einem Diavortrag von OSR Andreas Weißmann über Kleinkunstdenkmale in Gmunden
31. Jänner 1981: Exkursion unter dem Thema „Die gefiederten Wintergäste am Traunsee“ mit HS-Direktor Franz Mittendorfer
10. März 1981: Lichtbildervortrag des Ischler Heimatvereinsobmanns OSR Franz Stüger zum Thema „Kaiser Franz Josef und das Salzkammergut“
16. Mai 1981: Fahrt zur oö. Landesausstellung „Das Mondseeland“ in Mondsee
Am 5. Dezember 1981 nahmen etliche Mitglieder des Vereins an einer Busfahrt zum Nikolospiel in Bad Mitterndorf teil.
23. Februar 1982: Fahrt zum Flinserlfasching in Bad Aussee
19. Juni 1982: Fahrt zur oö. Landesausstellung über den hl. Severin in Enns-Lorch
21. Jänner 1983: Krippenfahrt nach Altmünster, Neukirchen und Traunkirchen
Am 2. Juni 1984 besuchten Mitglieder des Vereins die Friedrich-Hebbel-Ausstellung im Schlossmuseum Linz.
14. Oktober 1984: Fahrt zur nö. Landesausstellung „Kaiser Franz Josef 1848-1879“ im Schloss Grafenegg
In der Generalversammlung am 27. Dezember 1984 wies der Obmann auf die Geldspenden des Vereins für die Renovierung des Haller-Bildes in der Kapuzinerkirche und für die Renovierungsarbeiten in der Kalvarienbergkapelle hin.
18. Jänner 1986: Krippenfahrt nach Bad Ischl
Am 8. Juni 1986 fand zusammen mit dem KWB eine Fahrt zur oö. Landesausstellung in St. Florian statt; dabei wurde auch die Basilika in Enns-Lorch besucht.
12. Oktober 1986: Fahrt zur nö. Landesausstellung „Prinz Eugen und das barocke Österreich“ in den Marchfeldschlössern Schloßhof und Niederweiden
17. Jänner 1987: Krippenfahrt nach Ebensee
Im Rahmen der Generalversammlung am 15. Februar 1987 hielt Frau Dr. Christine Grafinger, Rom, einen Lichtbildervortrag über „Österreich im Vatikan“.
4. Oktober 1987: Fahrt zur nö. Landesausstellung „Das Zeitalter Kaiser Franz Josefs 1880-1916“ im Schloss Grafenegg
Bei der Generalversammlung am 14. Dezember 1990 würdigte Obmann Prof. Eckhard Höllwerth die pensionierte Kustodin Frau Prof. Elfriede Prillinger und überreichte ihr ein kleines Geschenk. Zugleich begrüßte er Frau Kustodin Spitzbart offiziell in ihrem neuen Amt.
In der Generalversammlung vom 25. April 1995 kam es auf Grund von Todesfällen zu einer Verjüngung des Vorstands: Obmann blieb Prof. Höllwerth, seine Stellvertreter wurden Wilhelm Pelikan und Franz Öhlinger, neue Schriftführerin wurde Renate Preinerstorfer, neuer Kassier wurde Wolfgang Wöran. Im Anschluss an diese Versammlung hielt Wilhelm Pelikan einen Diavortrag über die von ihm in den letzten Jahren durchgeführte Restaurierung von Kapellen in Gmunden.
3. Dezember 2002: Generalversammlung im Kammerhofsaal mit Neuwahl
(Mit diesem Tag ging die 26-jährige verdienstvolle Arbeit des bisherigen Obmannes Prof. Eckhard Höllwerth zu Ende. Er setzt aber seine Mitarbeit im Vorstand weiterhin als Obmannstellvertreter und Kassier fort.) Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Obmann Wilhelm Pelikan, Obmann Stv. und Kassier Prof. Eckhard Höllwerth, Kassier Stv. Prof. Holger Höllwerth, Schriftführer Franz Öhlinger, Stv. Renate Preinerstorfer, Kassaprüfer wurden Alfred Fischill und Jutta Pelikan; laut Statuten gehören dem Vorstand außerdem an: Bürgermeister Heinz Köppl, Kulturstadträtin Dir. Christine Zemann, Kustodin Dir. Ingrid Spitzbart; Beiräte: Altbürgermeister OSR Dir. Erwin Herrmann, Manfred Reingruber und Josef Wiesauer.
11. Jänner 2003: Kripperlroas in Ebensee
Am 24. Oktober 2003 veranstaltete der Musealverein im Rathaussaal ein Benefizkonzert der Musikkapelle Laufen zu Gunsten der Aktion „Jugend und Museum“ (Ertrag: 600 €). Anschließend übergaben Mitglieder des Vereinsvorstands wertvolle Unterlagen über den Gmundner Komponisten und Ehrenbürger Prof. August Pepöck an das Museum.
17. Jänner 2004: Kripperlroas in Ebensee
Am 28. April 2004 fuhren Vereinsmitglieder und Gäste auf Einladung von Kapitän Karlheinz Eder per Schiff zur Werft nach Ebensee und besichtigten die Restaurierungsarbeiten an der „Gisela“.
Juni 2004: Wanderung von Steeg nach Hallstatt und Besuch des Museums in Hallstatt
Ein Schaukasten unter dem Trauntor wird seit diesem Jahr vom Musealverein betreut. Außerdem wurde folgende Vereins-Homepage eingerichtet: www.musealverein-gmunden.at
